Praxis Dr. Rahn - Starengasse 9 - 49196 Bad Laer
Pandemie
Pandemie
Unter einer Pandemie versteht man eine neu, aber zeitlich begrenzt in Erscheinung tretende, weltweit sich ausbreitende
Infektionskrankheit. Je nach Grad der Ansteckungsraten können rasch viele und gravierende Erkrankungsfälle auftreten.
Dies kann über viele Erkrankungsfälle zu einer Überlastung von Gesundheitssystemen und vielen Todesfällen führen.
COVID-19
Die auslösenden Coronaviren sind hoch ansteckend, und zwar als Tröpfcheninfektion, die sich über die Atemwege
verbreitet. Eine Rolle spielen Aerosole in der Luft und auch virenhaltige Materialien an Oberflächen.
Strategie zur Überwindung der COVID-19-Pandemie
Ein sehr effektives Mittel gegen eine Ausbreitung infektiöser Erkrankungen stellt eine möglichst hohe Immunitätsrate der
Bevölkerung dar. Ab ca. 70 bis 80 Prozent immuner Individuen wird die Ausbreitung stark gehemmt.
Ansteckung und Ausbreitung werden daneben durch soziale Isolation und AHA-Regeln vermindert.
Im Rahmen des natürlichen Verlaufes hätte es bei SARS-COV2 bis zu einer allgemeinen Bevölkerungsimmunität Jahre
gedauert. Außerdem würden bis dahin viele schwere Verläufe und Todesfälle auftreten (Beispiele: Brasilien, Indien).
Treten viele und schwere Fälle gleichzeitig auf, droht die Überlastung des Gesundheitssystems oder die Erschöpfung
relevanter Dienstleistungen durch zu viele Arbeitsunfähigkeitsfälle (Italien, New York).
Schneller geht es mit Impfungen. Und das hat es noch nie in der Geschichte der Menschheit gegeben: in weniger als 1
Jahr nach Erstauftreten neuer Pandemieviren konnten Impfstoffe entwickelt und bis zur allgemeinen Verwendbarkeit
weiterentwickelt werden.
Die Corona-Impfung hat also 2 Aspekte:
1.
den individuellen Schutz (vor schwerem Verlauf, Post-Covid, Ansteckungsfähigkeit) und
2.
den Schutz der Population vor Ausbreitung der Infektionskrankheit.
Mittlerweile - Stand 2022 - gibt es auch zunehmend bessere medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankte
(siehe dazu: Dr. Rahn > Paxlovid).
Voraussetzungen für eine unkomplizierte Impfung:
1.
Man ist nicht akut krank (mit Fieber usw.). Chronische Krankheiten zählen (in der Regel) nicht.
2.
Man hat bisher seine Impfungen problemlos vertragen.
3.
Es sind keine Allergien gegen die Bestandteile der Impfstoffe bekannt (ist in der Regel der Fall, wenn keine Allerg.
gegen Medikamente bekannt sind).
4.
Es liegen keine anderweitigen gesundheitlichen Probleme vor.
Situation 2023
Mittlerweile hat sich die Lage entspannt. Zwar gibt es weiterhin vereinzelte Corona-Fälle und auch lokale Ausbrüche, aber
aufgrund der ausreichenden allgemeinen Immunität in der Bevölkerung kann die Lage als „endemisch“ bezeichnet
werden.
Schätzen wir uns glücklich, dass wir die Pandemie überlebt haben. Es hätte auch anders kommen können.
Vergessen wir nicht, wie es zu Beginn der Pandemie war und dass wir es letztlich den allgemeinen Maßnahmen,
(besonders den) Impfungen und Behandlungsmöglichkeiten zu verdanken haben, dass es bei uns nicht zu Situationen
wie woanders (Italien, New York: Berge von Leichen…) gekommen ist.
Es gibt unerwünschte Nebenwirkungen der Impfungen, sowohl kurzzeitige wie auch langfristig-bleibende.
Aus meiner Sicht ist die Nutzen-Risiken-Abwägung hinsichtlich der Impfungen auch im Nachhinein zugunsten der
Impfungen gegeben. Während wir während der Pandemie hier einen kollektiven Ansatz in den Vordergrund gestellt
haben, ist jetzt wieder die Entscheidung für jedes Individuum - und zwar von diesem selbst - zu treffen.